Wehrpflicht für Frauen!

Warum der Kriegsdienst für Frauen keine feministische Forderung ist!

Was bedeutet Wehrpflicht? Der Zwang, für westliche Werte und Wirtschaftsinteressen mit der Waffe und dem eigenen Körper zu kämpfen und im Zweifel mit dem eigenen Leben zu bezahlen. Die großen Profiteure: Unternehmer der Waffenindustrie, Tech-Oligarchen und Politiker:innen, die sich vom Hass zwischen den Völkern und einer verunsicherten Jugend nähren. Eins ist uns klar: Wir lassen uns unter dem Deckmantel des Feminismus nicht zu wehrtüchtigen Marionetten machen. Denn eine Ausweitung der Wehrpflicht auf Frauen, wie sie die Frauen-Union momentan fordert, bedeutet, auch noch mehr junge Menschen als Kanonenfutter an eine Front zu schicken, an der sie gegen andere unfreiwillige kämpfen sollen!

Wehrpflicht oder nicht – im Kriegsfall sind wir alle betroffen. Ob im Militärkrankenhaus, beim Verlust des eigenen Zuhause oder beim täglichen Kampf, die eigenen Kinder vor dem Hunger zu bewahren. Denn das bedeutet Krieg im Ernstfall auch! Man sieht es überall, die Zeichen sind klar: Die aktuelle Politik und Wirtschaft macht sich in allen gesellschaftlichen Bereichen kriegstüchtig und ist bereit, uns kämpfen zu lassen. Lasst euch nicht verarschen! Wer in Aufrüstung investiert, möchte auch einen Krieg führen. Doch nicht an ihren, sondern an unseren Händen soll Blut kleben. 

Und der Krieg stellt uns vor weitere Herausforderungen: Noch heute tragen wir die Traumata unserer Mütter und deren Mütter in uns. Körper, die von Soldaten angeeignet werden. Körper, die für eine geschützte Nacht und ein warmes Bett verkauft werden müssen. Krieg heißt immer auch, dass sexualisierte Gewalt als Waffe eingesetzt wird. Ob auf dem Schlachtfeld oder an der Heimatfront.

In der Kriegsberichterstattung werden wir und unsere Schwestern meist nur als Opfer dargestellt. Aber wo immer Krieg ist, gibt es auch feministischen Widerstand. Afghanistan, Sudan, Kurdistan, Westsahara und Myanmar sind nur einige Länder, in denen Frauen gegen Krieg und für eine befreite Gesellschaft kämpfen.

Schwestern! Nur wenn wir uns zusammenschließen, können wir den Krieg verhindern.

Weder Herd noch Heer!

Man könnte 100 neue Krankenhäuser bauen!

Stattdessen flossen 86 Milliarden Euro in Rüstung und Militär – und das allein im Jahr 2025. Deutschland ist drauf und dran, sich auf den nächsten Krieg vorzubereiten und eine tragende Rolle in aktuellen und zukünftigen militärischen Konflikten zu spielen. Dazu zählt nicht nur die Aufrüstung der Bundeswehr mit Waffen und Menschen, sondern auch die Versorgung von Soldat:innen. 

Dementsprechend werden Intensivstationen, Notfallversorgungen und chirurgische Bereiche in Krankenhäusern schon heute speziell für den Kriegsfall ausgebaut, anstatt in die gesundheitliche Versorgung der Allgemeinheit zu investieren. 

Krieg bringt nichts als Verletzte und Leid!

Wer profitiert, ist der Kapitalismus und niemals die Arbeiter:innen!

Pflegekräfte müssen im Krieg sowie im Kapitalismus dafür sorgen, dass Menschen einsetzbar sind, während sie selbst meist den Kürzeren ziehen: schlechte Bezahlung, zu viele Überstunden und prekäre Arbeitsverhältnisse. 

Als wäre das alles noch nicht genug, wurde vor wenigen Monaten eine Gesundheitsreform beschlossen, die ihnen weitere Hürden in den Weg legt. Die Tariferhöhungen werden nicht mehr von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen, was unter anderem zu Lohnkürzungen und Personalabbau führt. Beispielsweise sollen an der Uniklinik Freiburg bis 2028 bis zu 350 Stellen gekürzt werden.

Allgemein leiden besonders migrantische Frauen darunter, die oft als günstige Arbeitskräfte im Gesundheitssektor ausgebeutet werden. Daraus entsteht besonders für sie eine extreme Mehrbelastung durch Care Arbeit.

Denn diese wird seit Jahrhunderten unbezahlt zuhause und schlecht bezahlt in Pflegeberufen von Frauen erwartet. Im Kriegsfall würde diese Arbeit noch zusätzlich von Belastung im Beruf und drohender Gewalt erschwert, während von Frauen erwartet werden würde, sich weiterhin um alles und jeden zu kümmern.  

Ein weiterer Punkt der Reform beinhaltet eine Steigerung der Medikamentenzuzahlung um ganze 50%. Das heißt konkret: es reicht nicht, dass Arbeiter:innen sich jeden Tag kaputt schuften, sondern jetzt müssen sie auch noch draufzahlen! 

Menschen, die auf medikamentöse Behandlung angewiesen sind, müssen bald noch tiefer in die Tasche greifen, um ihre monatlichen Tabletten bezahlen zu können.

All das ist nichts Banales, sondern Realität! Diese Beschlüsse und Veränderungen betreffen Dich! Eine bessere Welt ist möglich, doch dafür müssen wir kämpfen! Genau deswegen solltest Du dich organisieren!

Rheinmetall Entwaffnen (RME) Camp: 01.09.-06.09. in Köln
DGB-Demo gegen Sozialabbau: 26.09.2026 in Stuttgart
Schulstreik gegen die Wehrpflicht: 25.09.2026 in Tübingen